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Dienstag, 3. März 2015

Die Elch-Posse: Headlines

Headlines

Unliebsame politische Gegner erschießt man oder, noch besser, man lässt sie erschießen. So geschehen in Moskau. Heute wird er bestattet, der Nemzow, und morgen kräht kein Hahn mehr danach. Die Taktiken sind doch gut. Einer macht Randale und der, der das Sagen hat, lässt ihn entsorgen. Somit sind die Machtverhältnisse wieder klar und strukturiert. Die Freundin war dabei und überlebte bzw. ihr passierte nichts. Was die wohl weiß? Das Feld für Vermutungen ist offen. Mord und Totschlag auf offener Straße. Na ja, das kennt man ja auch bei uns und ein bisschen Schwund ist immer.
Mit Google durch den Amazonas. Na, endlich mal was Erfreuliches. Da kann man also bequem vom Sofa aus durch den Busch schleichen. Coole Sache, das Google, ein bisschen allerdings stört es mich, dass diese unberührte Natur jetzt nicht mehr unberührt ist. Hoffentlich haben die nicht ihre Cola-Dosen überall rumliegen lassen. 
Kommen wir zu einem Thema, was gerade die Wogen hochschlagen lässt: Kinderpornos und die Strafe beträgt lediglich 5.000 Euro. Das ganze Ding ist eingestellt. Von Reue keine Spur und das Leben kann so weitergehen. Aufhören wird dieser Kranke mit Sicherheit nicht, aber er war ja auch Politiker, da gibt man gerne schon mal rechtlich was zu, so eine Art Polit-Bonus. Politik ist ein schmutziges Geschäft und letztlich komme ich immer mehr zu dem Schluss, dass sich hier geradezu wahre Horden von subversiven Elementen tummeln. Gut, dass man das nicht alles weiß, ansonsten würde man vielleicht Amok laufen. 
Und dann war da noch das persönliche Highlight der noch jungen Woche. Unsere allseits bekannten Pseudoverlage haben sich wieder einige Possen geleistet.
Die eine Pseudologin gibt öffentlich zu, dass man bei ihr Bücher bezahlen muss und teilt unsere kostenfreie Broschüre "Pseudoverlag? Nein, danke!". Eine Posse ohne E, wenn ihr versteht, was ich meine ...
Die andere, ach so bürgerfreundliche Dame ist aufgeflogen mit ihren Pseudo-Preisen (Weltenbummler des Jahres, Unternehmer im Untergrund, Ehren-Mitglied der Pseudologen 2015, Gewinner von Preisausschreiben) und ihren Pseudo-Nominierungen (nominiert als Heilige 2020, nominiert für den grünen Daumen 2016, nominiert zur Rettung des Katers 2017 und, nicht zu vergessen, nominiert für den Abwesenheits-Preis der Buchmesse in Leipzig 2015). Sie ist inzwischen so lächerlich, dass man sich einfach nur noch fremdschämen muss. Peinlichkeiten über Peinlichkeiten, aber immer noch eine große Klappe und bloß nicht konfrontieren, da werden die Gegner geblockt und ignoriert. Da wird die Homepage schnell aktualisiert und die tollen "Preise" werden gelöscht, aber unser aller Freund Google speichert alles und ja, ich liebe Google. Sie kennt wohl nicht den schönen Satz: "Ignoranz führt tendenziell in den Misserfolg". Ist der point of no return erreicht, gibt es keine Umkehr mehr. Na ja, sei es drum, die Katerstimmung wird noch früh genug kommen und vermutlich wird dann auch der Letzte begriffen haben, dass sich ein solches Verhalten selten auszahlt, von Vertrauen wollen wir gar nicht reden ...

Also Nachbarn, seid wachsam und nicht vergessen: Et kütt wie et kütt.